Costa Rica - Guatemala
3 Tage Busfahrt - 60 Stunden!
11.04.2008 - 13.04.2008
24 °C
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Latinamerica
auf balegra's Reise-Karte.
Im Nachhinein gesehen wars eigentlich gar nicht so schlimm. Im Bus hatte man eigentlich genuegend platz und die sitze waren auch angenehm. Und spannend war die abwechslungsreiche landschaft allemal - klar, ein 2tes mal muesste ich es wahrscheinlich nicht nochmals machen...
Freitag, 11. April:
Um 05.00 musste ich am TicaBus Terminal sein um mein Gepaeck einzuchecken und um 06.00 gings dann endlich los.
Die fahrt bis an die grenze Nicaraguas dauerte ca. 6 stunden und wenigstens sah ich so noch etwas von der gegend guanacastes, die vielgeruehmt wird, die ich aber leider nicht mehr besichtigen konnte (wie sovieles andere... :o((( ).



Bis zur grenze verlief alles sehr gut, dann fing das ghetto an. Raus aus dem bus und 1 stunde anstehen um aus Costa Rica auszureisen und das in bruetender hitze plus ich mit voller blase die sich nicht traute die reihe zu verlassen weil ich dachte dann kann ich wieder hinten anstehen. Als ichs nicht mehr aushielt fragte ich dann doch die dame vor mir ob sie mir den platz freihalten koennte - KEIN PROBLEM, das machen andere auch! SUPER Conny! ...
Dann gings schnell, Pass abstempeln und wieder in den bus. Zwischen den grenzen befinden sich die neutralen zonen die weder dem einen noch dem anderen land gehoeren und so fuhren wir fast eine halbe stunde bis wir zur eigentlich angrenzenden Nicaraguanischen grenze kamen. Dort wieder aussteigen. Dann war ganz toll dass man hier ja noch eine einreisegebuehr zahlen muss aber da ich nur costa ricanische waehrung hatte, man aber hier nur lokale oder dollar akzeptierte musste ich schnellstens zur bank um geld zu wechseln... :o// staendig sah ich von drinnen wie sich die anderen leute von meinem bus wieder so langsam beim bus versammelten und ich erlitt tausend tode und zappelte hin und her weil ich dachte dass der bus ohne mich weiterfaehrt!! Ahhhhhh.... Das merkte auch eine dame vor mir in der schlange und liess mich freundlicherweise nach vorne - lieb! Als ich mein geld gewechselt hatte und mich umdrehte war der bus weg! Ich bin fast umgefallen und nach einer kurzen panikattacke fand ich ihn aber auf der anderen seite der parkplaetze... musste nur mal schnell den platz wechseln... kenn ich doch irgendwoher... auf jedenfall war nix mit schnell abfahren. wir warteten insgesamt eineinhalb stunden bis wir weiterfuhren!!!
Bereits das gebiet um Guanacaste in Costa Rica war schon deutlich trockener als der Rest des Landes (was ich gesehen hatte) aber hier in Nicaragua war es nochmals trockener und auch im Vergleich zu Costa Rica schon merklich aermer wenn man die haeuser betrachtete.



Um 16Uhr fuhren wir dann in Managua, Nicaragua in das Tica Bus Terminal wo wir den Stop fuer die Nacht einlegten.
Da es am naechsten Tag bereits um 4Uhr mit Gepaeck einchecken losging hatte ich keine lust weiter weg zu wohnen und so buchte ich mich im Tica Bus Hotel um die Ecke ein. Nicht wirklich eine schlaue Idee weil es nicht gerade die beste Gegend war und ich obwohl noch frueh von hier aus nix unternehmen konnte. Ich fuhr dann auf empfehlung der hotel reception zu einem einkaufszentrum wo es belebter sein sollte aber auch dort gab es nix wirklich zu tun und so sass ich den halben abend in einem restaurant um die zeit todzuschlagen denn mein zimmer im Tica Hotel war eine pure zumutung - ein bunker ohne fenster, ca. 2 auf 3 meter!
Samstag, 12. April:
Wie gesagt musste das gepaeck um 4uhr bereits bereit sein obwohl vor 5 gar nix ging... hmm... dann los richtung El Salvador.
Die fahrt ueber die grenzen von Honduras und El Salvador verliefen einiges unkomplizierter da Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua ein buendnis aehnlich wie die EU haben was das reisen erleichtert. Trotzdem stoppten uns immer wieder grenzkontrollen, meistens auch um nach drogen zu suchen und illegale einwanderer aufzuspueren.

Was mich am meisten an Honduras und El Salvador schockierte waren die abfallberge neben der strasse! Ueberall lagen plastikflaschen und saecke und verwuesteten das sonst schon triste bild der trockenen gegenden und barackenaehnlichen haeusern. Und neben dem abfall grasten dann kuehe und pferde die zum teil elendiglich verenden weil sie plastik fressen!! Ich war echt schockiert und habe mir eigentlich vorgenommen Coca Cola mal ein nettes briefchen zu schreiben - ist eine totale schweinerei von denen kohle mit den 3. weltlaendern zu machen ohne auch dafuer zu sorgen wie der abfall wieder weg kommt der dieses 'moderne zeug' mit sich bringt. Dass diese laender meist keine geregelte abfallentsorgung haben und schon gar keine moeglichkeit das zeug zu recyclen oder sonst umweltgerecht zu entsorgen interessiert die natuerlich nicht!






In San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador, machten wir um 5Uhr abends dann unseren 2. Nachthalt.
Im Bus hatte ich eine 19jaehrige Schwedin, Linnea, und einen Daenen, ?? kennengelernt (Ich und mein namensgedaechtnis aber Linnea konnte sich den namen auch nicht merken und so redeten wir den armen jungen staendig mit "he du" an :o)))). Zusammen suchten wir eine Unterkunft in einer netteren gegend denn nach meinem super zimmer von voriger nacht noch geschockt hatte ich keine lust beim terminal zu bleiben. Nach einigem suchen fanden wir ein super hostel und mit etwas verhandlungsgeschick bekamen wir das 3er zimmer dann fast die haelfte guenstiger! Und ausserdem durften wir den Computer des besitzers gratis benutzen! Na das war ein echt toller eindruck von El Salvador und auch sonst machten wir positive erfahrungen mit den Lokalen.
Hier haetten wir es alle wohl noch ein wenig ausgehalten aber leider gings ja am naechsten tag um 5 schon wieder weiter...
Sonntag, 13. April:
Die fahrt an diesem tag war zum glueck nicht mehr lange. Bereits um 10.30 waren wir in Guatemala City angekommen wo mich der chauffeur der sprachschule in antigua abholen sollte. Das klappte auch tatsaechlich und nachdem wir noch 3 weitere studenten am flughafen abgeholt hatten (Jeannine aus Deutschland und Mick und Marie aus Schweden) gings dann endlich nach Antigua, meiner Station fuer die naechsten 4 wochen. Ich war auch froh dass es hier wieder abfalltechnisch um einiges besser aussieht.
Antigua gefiel mir bereits auf den ersten blick und ganz toll ueberrascht war ich dass ich so ziemlich mitten in der stadt wohnte! Nach so weit ausserhalb in San Jose war das echt super.

Callejon Lemus #13, mein zuhause fuer die naechsten 4 wochen
An der Tuer wurde ich von Claudia, der Tochter des Hauses begruesst. Sie ist 36 und organisiert die Unterkunft vermietung fuer ihre Mama Araminta, eine 81jaehrige dame, die hier sonst alleine wohnt. Es war alles total locker und unkompliziert und es gefiel mir sofort dass hier alles auf "Du" basierte und nicht so foermlich war wie in Costa Rica. Ich habe es wieder super erwischt mit meiner unterkunft denn alles ist tip top sauber und schoen eingerichtet und ich habe wieder ein eigenes bad!

eingang

gang zu meinem zimmer

mein zimmer

'patio' - im prinzip sind nur die zimmer und der gang ueberdacht aber alles offen, zum kleinen aussenbereich (patio) hin.

esszimmer
Was aber definitiv auffaellt und ich mittlerweile von vielen studenten gehoert habe ist, dass es hier ziemlich unpersoenlicher zu und her geht in den gastfamilien denn hier herrscht so ein kommen und gehen von studenten und viele familien, so auch hier, haben bis zu 6 oder mehr studenten auf einmal. Hier war ich zunaechst alleine aber nach kurzer nachfrage wie ich heisse und woher ich komme war das interesse auch schon weg und man wandte sich wieder anderen aufgaben zu. Zuerst irritierte mich das extrem denn als ich eine stunde spaeter meine sachen eingeraumt hatte war auch niemand mehr da und ich war fuer den abend mir selber ueberlassen obwohl mir niemand gesagt hatte was man machen konnte und wo es z.b. essen gab (ist am sonntag nicht inbegriffen in der familie, ansonsten wird man von montag-samstag 3mal am tag 'gefuettert' *g*). Naja, bin ja ein grosses maedchen und Lonely Planet sei dank hatte ich ja einen Stadtplan mit dem ich dann los marschierte und versuchte rauszufinden wo ich am naechsten tag sein muesste. Da ich noch keine weitere info zu meinem projekt hatte musste ich am montag zunaechst zur schule in antigua.
So, das wars mal von der reise...
Eingestellt von balegra 13.04.2008 11:52 Archiviert in Guatemala

