Reise blog von Travellerspoint

Mrz 08

Porto Viejo - Ausflug nach Yorkin

Yorkin ist eines der Bribri (Indigenous community) Doerfer in Costa Rica wo noch die 'urspruengliche' Bevoelkerung ganz einfach und traditionell lebt und auch noch ihre eigene Sprache hat.

sunny 33 °C
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Wieder puenktlich auf die minute stand unser (nur 2 19-jaehrige Girls aus England waren heute dabei und somit waren wir nur zu 3.) guide Winston vor der tuere - die Costa Ricaner sind mir echt unheimlich :o) und obwohl wir ueber eine stunde auf schotterstrassen verbrachten deren zustand nie wirklich vorhergesehen werden kann und man kaum sagen kann wie lange eine fahrt dauert kamen wir auf die sekunde genau um 8uhr in einem kleinen Pueblo 'Bambu' an wo unsere 2 Kanu-maenner auf uns warteten. 2 Stunden kaempften sich die armen den Rio Yorkin hoch nach Yorkin (der Fluss hatte zum Teil kaum wasser und oft mussten sie stossen!) - mitten durch eine der wunderschoensten Gebieten die ich je gesehen habe! Der Rio Yorkin und das Dorf liegen nur wenige Kilometer von der Panamaischen Grenze entfernt.

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In Yorkin wartete eine Vertreterin der Mujeres Artesanas Stibrawpa auf uns und begruesste uns in ihrem Dorf. Ganz ungewoehnlich auch fuer Lateinamerika hatten sich die Frauen von Yorkin vor 16 Jahren zusammengeschlossen und diese Gruppe gegruendet die minimalen Tourismus in ihr Dorf bringt und herumfuehrt. Da das Ueberleben komplett ohne 'Aussenwelt' in der heutigen Zeit auch fuer die Ureinwohner unmoeglich ist, arbeiteten viele junge Maenner aus dem Dorf frueher auf Bananen- und Ananasplantagen um etwas Geld fuer die Community zu verdienen. Da diese Plantagen aber (heute zum teil immer noch!) so extrem mit Schaedlingsbekaempfern verseucht sind starben viele Arbeiter bereits mit 40 oder juenger an Krebs!!! Die Frauen aus Yorkin wollten nicht mehr laenger zusehen wie ihre Soehne so elendiglich verenden. Durch den Tourismus den die Frauen ins Dorf holten hatte es genug Arbeit um die Maenner zu beschaeftigen und es reicht nun um das Dorf mit den Einnahmen mit den wichtigsten Sachen 'der neuen Welt' zu versorgen. (Auch hier gibts Handys ;o))
Am Anfang wurde die Sache von den maennern verpoent - die Frau gehoerte schliesslich an den herd... aber mit der zeit merkten sie dass es funktioniert und da das CREDO der Gruppe, naemlich nur Oekotourismus im Sinne des Dorfes und der Gemeinschaft zu betreiben, streng eingehalten wird hat sich das Dorf eher noch traditioneller entwickelt und nicht wie zuerst geglaubt zu einem 0-8-15 Dorf entwickelt. 2 Frauen, darunter auch die Gruenderin erklaerten uns dass sogar viel mehr stolz und traditionsbewusstsein in der Community zurueck gekommen ist. Frueher waren die Jungen oft lange weg vom Dorf und wenn sie zurueck kamen hielten sie nicht mehr viel von alten Werten und Traditionen. Jetzt uebernimmt immer eine andere Familie rotationsweise die Fuehrung, Verpflegung und Unterhaltung der Touristen damit alle Familien davon profitieren und fast alle koennen hier im Dorf beschaeftigt werden - wenn nicht direkt fuer die Touristen dann fuer die Verpflegung der Gemeinschaft durch den oekologischen Anbau und Verarbeitung von allerlei Leckereien wie Bananen, Kaffee und Schoggi!!! oder der Zubereitung von Heiltinkturen mit den umliegenden Heilpflanzen und Baumen (fuer fast jedes Boboli gibts hier im Dorf ein Krautlein ;o)) und wenn alle guten Tinkturen nicht helfen dann hilft bestimmt ein 'Beratungsgespraech' mit dem Dorf-Shamanen!

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Nachdem wir uns gestaerkt hatten und uns die Dorfsitten erklaert wurden und wir einige der Heilbaume und Krauter erklaert bekommen hatten durften wir uns abkuehlen was bei diesen Temperaturen ein wahrer segen war!!!

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plantsch, plantsch, plantsch...

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Vyv and Kate

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sunnestich...!?

Dann gings weiter um unsere Faehigkeiten zum Selbstverpflegung zu testen - Fische werden hier nach wie vor mit dem Sper gefangen der mit einem Bogen gespannt und so geschossen wird.

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Vyv, Kate und ich waren uns einig... wir muessten wohl oder uebel Vegetarier werden...! ;o)

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obwohl wir beim speerwerfen versagt hatten bekamen wir essen! zwar nicht mit selbstgefangenem fisch aber mit nicht selbstgefangenem huenchen *g*

Dann nach dem Mittagessen - yammieh - wurde uns die traditionelle verarbeitung der kakaopflanze gezeigt. Die rote Frucht des Kakaobaumes enthaelt ein schlabbrig weisses fruchtfleisch das lecker schmeckt. in diesen fruchtfleisch-samen befidet sich dann die eigentliche Kakaobohne die gewaschen und geroestet wird. Dann gemahlen, von der Schale befreit und wieder gemahlen und fertig ist ein... leider haesslich schmeckender kakaobrei..! total enttauschend aber da muss erst suessstoff ran sonst kann selbst ich als dunkle-schokolade-liebhaberin das nicht naschen! Bitter wie sau... aber nach einem guten gutsch suessem Rahm schmeckts hammer-gut!!

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kakaobohne

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kakaobohne von innen

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mahlen, mahlen...

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da vergeht einem doch fast der 'schoggi-gluscht'!

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mmmhh... aber so ists eben doch fein!

Dann gings dann leider auch schon langsam wieder zurueck.

War ein total eindrueckliches Erlebnis und wirklich schoen zu sehen dass Tourismus auch gute Folgen haben kann und gezielt eingesetzter Tourismus nicht Kulturen zerstoeren sondern sogar erhalten kann!

Heimwaerts im Auto war die Stimmung super ausgelassen was sicher zum einen der tolle Tag ausmachte und zum anderen glaube ich ein sonnenstich... ;o) auf jedenfall groehlten wir alle zu 'The Best of Michael Jackson' lauthalts Thriller, Can't stop Loving You, Bad, Dirty Diana.... Sogar unserem Eddy Murphy verschnitt Guide Winston wurde es manchmal fast peinlich im Auto wenn die Maedels hinten richtig los droehnten und wir durch sein Heimatdorf tuckerten *ggg*

Nach so vielen Eindruecken, nach dem vielen singen und muede vom zusehen wie sich die beiden Maenner wieder Flussabwaerts (immerhin etwas leichter da nicht gegen die stroemung) kaempften, goennten wir uns ein tolles Abendessen im 'El loco Natural' - teurer als andere Restaurants aber super leckere Karibische Kueche!

Eingestellt von balegra 31.03.2008 16:45 Archiviert in Costa Rica Kommentare (0)

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